Für eine gleichwürdige Begegnung von Menschen in verschiedenen Lebensabschnitten

Verein Jung & Alt - Generationen im Dialog

Sobieskigasse 33/1
A-1090 Wien

+43 (0)1 603 42 68

info(at)jungundalt.at

Informatives: Glossar - einige Begriffe definiert

Aphasie

Sprachstörungen durch Schädigung der Sprachregion im Gehirn (z.B. nach einem Schlaganfall)

Basale Stimulation

Für Menschen mit besonderen Bedürfnissen, Demente und Sterbende geeignete Pflegemethode, die versucht, den Bezug zum eigenen Körper und zur Umwelt über gezielte Sinnesreize zu verbessern

Demenz

Oberbegriff für verschiedene degenerative Erkrankungen des Gehirns, die mit fortschreitenden Verlusten von Gedächtnis, Orientierung und Denkfähigkeit einhergehen

Empathie

Mitgefühl, Einfühlungsvermögen

Empowerment

Strategien und Maßnahmen, die geeignet sind, den Grad an Autonomie und Selbstbestimmung im Leben von Menschen zu erhöhen

Endogen

als endogen werden Prozesse bezeichnet, die im Körper selbst und nicht durch äußere Einflüsse entstanden sind

Ergometrie

Messung der körperlichen Leistung unter dosierbarer Belastung, z.B. auf einem Fahrradergometer

Ergotherapie

Therapieformen zur Hebung oder Erhaltung der Lebensqualität und zur Erzielung der größtmöglichen Selbstständigkeit

Evaluierung

Auswertung

Frontotemporale Demenz

Form der Demenz, bei der der Abbau von Nervenzellen zunächst im Stirn-und Schläfenbereich des Gehirns stattfindet; von hier aus werden u.a. Emotionen und Sozialverhalten kontrolliert

Gender

bezeichnet das soziale oder psychologische Geschlecht einer Person im Unterschied zu ihrem biologischen Geschlecht; Gender bezeichnet also alles, was in einer Kultur als typisch für ein bestimmtes Geschlecht angesehen wird (z.B. Kleidung, Beruf ...) und verweist nicht unmittelbar auf körperliche Geschlechtsmerkmale

Holistisch

ganzheitlich

Hospiz

Interdisziplinäre ambulante oder stationäre Behandlung (Schmerztherapie und Symptomkontrolle), Pflege und Begleitung Schwerstkranker und Sterbender

Indikation

Heilanzeige; Grund zur Anwendung einer diagnostischen oder therapeutischen Maßnahme

Inkontinenz

Unfähigkeit, den Abgang von Harn und/oder Stuhl willentlich zu kontrollieren

Insuffizienz

ungenügende Leistung eines Organs oder Organsystems

Interventionsstudie

auch Behandlungsstudie; untersucht, ob eine Behandlungsmethode tatsächlich wirksam ist

Kachexie

extreme Abmagerung

Kognitive Fähigkeiten

Denk- und Gedächtnisleistungen

Kombinationstherapie

Einsatz mehrerer Medikamente bzw. Methoden zur Behandlung einer Gesundheitsstörung

Logopädie

Fachdisziplin, die sich mit Sprach-, Sprech-, Stimm-, Schluck- oder Hörbeeinträchtigungen beschäftigt

Lymphdrainage

Spezialmassage, fördert die Umverteilung von Gewebsflüssigkeit (Lymphe) und vermindert dadurch schmerzhafte und belastende Schwellungen

Mini-Mental-State-Test (MMSE)

Häufig verwendeter Demenztest

Mnestische Störungen

Gedächtnisstörungen

Mobilisation

Aktivierung von Patienten bei und nach Bettlägerigkeit, Unfall, Operation

Morbus Alzheimer

Demenzform

Multimorbidität

Gleichzeitiges Bestehen von mehreren Krankheiten

Neglect-Syndrom

Halbseitiges Ignorieren des eigenen Körpers auf der gelähmten Seite nach einem Schlaganfall. Oft gleichzeitiges Ignorieren aller Sinneseindrücke, die von dieser Seite kommen

Palliativ Care

Praxis und Theorie einer von verschiedenen Berufsgruppen in einer Versorgungseinrichtung gemeinsam getragenen Behandlung, Pflege, Betreuung und Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen und ihren Angehörigen. Unabdingbare Voraussetzungen für Palliativ Care sind fachliches Können, Respekt, Einfühlungsvermögen und Zuwendung

Palliativmedizinische Geriatrie (Palliative Geriatrie)

Behandlung, Pflege, Betreuung und Begleitung schwerstkranker und/oder dementer und sterbender alter Menschen und ihrer Angehörigen

Patientenverfügung

schriftliche Vorausverfügung, mit der ein Mensch in bestimmte medizinische Behandlungen einwilligt oder sie ablehnt; sie wird dann wirksam, wenn der Betreffende zum Zeitpunkt der Behandlung nicht einsichts-, urteils- oder äußerungsfähig ist

Radikale Patientenorientierung

ethische Grundhaltung des betreuenden Teams; vollständige Ausrichtung des Denkens, Planens und Handelns auf die Wünsche, Bedürfnisse und Ziele der betreuten Person; setzt bedingungslosen Respekt vor Persönlichkeit

Rezidiv

das Wiederauftreten von Symptomen oder Krankheiten

Rollator

gebräuchliche, mit Rädern versehene Gehhilfe

Sachwalter

gesetzlicher Betreuer; vom Gericht beauftragter und befugter Vertreter bei mangelhafter (fehlender) Geschäftsfähigkeit; Hauptaufgabe: Wahrung der Interessen und Ansprüche des Menschen, den er vertritt

Schlaganfall

plötzlicher Ausfall der Blutversorgung eines Hirnareals durch Gefäßverschluss oder Blutung

Supervision

fachliche Unterstützung von Professionellen und Teams, z. B. zur Verbesserung der Zusammenarbeit oder zur besseren Arbeitsorganisation

Validation (nach Naomi Feil)

es werden drei Aspekte unterschieden: zum einen eine Entwicklungstheorie für das Leben im Alter, zum anderen eine Methode, um mit sehr alten Menschen zu kommunizieren, und drittens eine respektvolle Haltung gegenüber dementen Menschen

Vorsorgevollmacht

Mit einer Vorsorgevollmacht kann eine Person schon vor dem Verlust der Geschäftsfähigkeit, der Einsichts- und Urteilsfähigkeit oder der Äußerungsfähigkeit selbst bestimmen, wer als Bevollmächtigte/Bevollmächtigter für sie entscheiden und sie vertreten kann